Zitate – Kinder

Zitate über den Umgang mit Kindern und aus der Sicht von Kindern

Zitate Kinder

„Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.“

„Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen“, sagte der Fuchs. „Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich…“

— Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) Schriftsteller, Der kleine Prinz

Das Gegenteil von Erziehung ist Manipulation, bei welcher der Erwachsene nicht an die Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes glaubt und überzeugt ist, daß das Kind nur dann zu einem ordentlichen Menschen wird, wenn er ihm das, was er für wünschenswert hält, einprägt und alles unterdrückt, was ihm nicht wünschenswert scheint. An einen Roboter braucht man nicht zu glauben, weil in ihm kein Leben ist, das sich entfalten könnte.

— Erich Fromm (1900-1980) – Psychologe, Philosoph, Soziologe, Die Kunst des Liebens – Seite 137 – Ullstein Verlag – 43. Auflage 1990

Der alte Glauben an Krankheitsgift, Gegengift und die Bösartigkeit von Krankheiten ist so tief im Denken und Fühlen der Bevölkerung verankert, dass ein Infrage-Stellen dieses Glaubens als ein persönlicher Angriff empfunden wird.

— Dr. Stefan Lanka (*1963) Biologe, erste Extrahierung eines sog. Virus aus einer Alge, Magazin Wissenschafftplus 5/2015 Seite 49

Wenn wir nun (…) Sparsamkeit der Mittel sowie das Verweilen bei einem Thema auf die Orte Euro-Disney und Albertville anwenden, dann sehen wir sofort, warum diese beiden Orte eben keine Freiräume für Phantasie darstellen können.
Umgekehrt gilt jedoch, dass eine brennende Phantasie solche Orte nicht benötigt. Und an dieser Stelle wird es sehr kritisch. Für den Umsatz, den Konsum in unserem Land ist eine brennende Phantasie gefährlich. Es kommt ein Zirkel in Gang, der genau dem der Suchtentstehung entgegengesetzt ist. (…)
Huckleberry Finn brauchte sich nicht viel zu kaufen, da er alles, was ihn reich machte, bereits in seiner Welt vorfand: Zeit zum Träumen, Freunde zum Spielen, Räume zum Gestalten und Verweilen!

— Dr. Eckhard Schiffer (*1944) – Facharzt für Nervenheilkunde, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Buch „Warum Huckleberry Finn nicht süchtig wurde“ – 9. Auflage 2008 – S. 90-91

Amerikanische Kultur überschwemmt Markt und Gehirne. Nicht nur TV-Serials oder klebrige Colafruchtgetränke – auch auf dem Spielzeugmarkt erobern US-Ketten wie >Toys R us< (>Spielzeug sind wir<) in kürzester Zeit die Marktführerherrschaft in der Bundesrepublik. Konsum ist ökonomisch gesehen Zeichen für Reichtum. Aber wenn Streicheln, Kuscheln oder einfach nur Zeit geschenkt werden könnten und dann doch nur der Joystick unter dem Tannenbaum liegt, stellt sich eine ganze Elterngeneration das Armutszeugnis aus. Sie hat – pädagogisch gesprochen – ausgespielt.
Dabei reagieren Kinder meistens vernünftiger, als ihre Eltern eingekauf haben. Bald schon landet das Zeug, das verlockend die Sinne weckte, aber wenig von Spiel hat, in der Ecke auf dem Müll.
So >resistent< Kinder auch sein mögen, auf diese Weise lernen sie früh die Kunst des Wegwerfens und Neukaufens. Ihnen wird böse mitgespielt, verlieren sie doch nach und nach die Lust am Spielen. Wie heißt es doch bei Huizinga? >Wer spielt, lernt fürs Leben.< Und er lernt auch spielen, damit er als Erwachsener noch spielen kann, zweckfrei, hilfreich und nicht nur mit der Fernbedienung des Fernsehers.

— Henning Klüver (*1949) Autor, Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt vom 13.12.1991

12 Wünsche eines Kindes an seine Eltern oder Erzieher

1. Verwöhne mich nicht! Ich weiß genau, dass ich nicht alles bekommen kann. Ich will dich nur auf die Probe stellen.
2. Sei nicht ängstlich, im Umgang mit mir standhaft zu bleiben! Mir ist Haltung wichtig, weil ich mich dann sicherer fühle.
3. Weise mich nicht im Beisein anderer zurecht, wenn es sich vermeiden lässt! Ich werde deinen Worten mehr Bedeutung schenken, wenn du zu mir leise und unter vier Augen sprichst.
4. Sei nicht fassungslos, wenn ich zu dir sage „Ich hasse Dich!“ Ich hasse nicht dich, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen
5. Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns! Ich muss peinliche und schmerzliche Erfahrungen machen, um auf eigenen Beinen zu laufen
6. Meckere nicht ständig! Ansonsten schütze ich mich dadurch, dass ich mich taub stelle
7. Mach keine vorschnellen Versprechen! Wenn du dich nicht an deine Versprechen hältst, fühle ich mich schrecklich im Stich gelassen.
8. Sei nicht inkonsequent! Das macht mich unsicher und ich verliere mein Vertrauen zu dir.
9. Unterbrich mich nicht und höre mir zu, wenn ich Fragen stelle! Sonst wende ich mich an andere, um dort meine Informationen zu bekommen
10. Lach nicht über meine Ängste! Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mir helfen, wenn du versuchst, mich ernst zu nehmen
11. Denke nicht, dass es unter deiner Würde sei, dich bei mir zu entschuldigen! Ehrliche Entschuldigung erweckt in mir ein Gefühl von Zuneigung und Verständnis
12. Versuche nicht, so zu tun, als seiest du perfekt oder unfehlbar! Der Schock ist groß, wenn ich herausfinde, dass du es nicht bist

Ich wachse so schnell auf und es ist sicher schwer für dich, mit mir Schritt zu halten.

Aber jeder Tag ist wertvoll, an dem du es versuchst.

— Verfasser unbekannt

Als ich 5 Jahre alt war, hat mir meine Mutter immer gesagt, dass glücklich sein, das Wichtigste im Leben sei.

Als ich in die Schule kam, wurde ich gefragt, was ich sein will, wenn ich groß bin. Ich schrieb: „glücklich“.

Sie meinten, ich hätte den Arbeitsauftrag nicht verstanden.

Ich sagte ihnen, sie hätten das Leben nicht verstanden.

— John Lennon (1940 – 1980) Musiker

Erziehen heißt vorleben. Alles andere ist höchstens Dressur.

— Oswald Bumke (1877 – 1950) deutscher Psychiater
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