Herzinfarkt

Selbsthilfe bei Herzinfarkt – Innere Druckmassage

In diesem Artikel geht es um Selbstverantwortung, darum in extremen Situationen handlungsfähig zu bleiben, sich nicht ausgeliefert zu fühlen. Vorweg möchte ich deutlich darauf hinweisen, dass die effektivste Maßnahme gegen einen Herzinfarkt die Vorbeugung ist. Kläre die Ursache, die immer Deine Lebensweise bzw. Deine Sicht auf Dein Leben oder Situationen betrifft. Zudem bitte ich darum, den Artikel zus zum Ende zu lesen, da es hier nicht nur um die Darstellung einer vermeindlich einfachen Selbsthilfetechnik geht, sondern um das Lenken der Aufmerksamkeit auf verschiedene Aspekte.

Verlassen wir nun für einen Moment einmal den immens wichtigen Aspekt, dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst zu einem Herzanfall kommen kann. Das Dumme bei einem Herzanfall ist, dass er eher selten in einer Stresssituation, sondern vielmehr in der folgenden Entspannung entsteht. Das ist nämlich oftmals genau der Zeitpunkt, in dem Du allein bist.

Was kannst Du tun, wenn Du folgendes bemerkst:

Szenario

Du bist zu Hause, allein. Müde, frustriert, gestresst und aufgeregt von den Begebenheiten des Tages. Plötzlich merkst Du einen stechenden Schmerz in der Brust, der auch in die Arme, zum Kinn und (meist bei Frauen) sich auch in den Oberbauch ausbreiten kann. Angst, Panik erfüllen Dich. Das Krankenhaus ist zwar nicht weit entfernt, Du glaubst aber nicht, es dahin schaffen zu können.

Situationsanalyse

Wenn wir in diesem Szenario davon ausgehen, dass es sich um einen Herzinfarkt handelt, hast Du in der Regel rund 10 Sekunden Zeit, ehe Du das Bewusstsein verlierst, da Dein Gehirn Dir unter Sauerstoffmangel diese Fähigkeit sehr schnell entzieht.

Natürlich ist es sinnvoll und absolut erforderlich, sofort Hilfe zu rufen. Sehen wir uns jedoch kurz die Situation und die sinnvollen Handlungsoptionen an: Es sind im ungünstigsten Fall gerade einmal 10 Sekunden Zeit bis zur Bewusstlosigkeit. Du bist konfrontiert mit enormem Schmerz und Angst bzw. Panik um Dein Leben. Falls Du es überhaupt schaffst, Deine Panik zu überwinden, welche Hilfe kannst Du in der verbleibenden Zeit rufen? Telefon – 112. Name, Adresse, Symptome usw. nennen. Nachbarn um Hilfe bitten? Falls Du es schaffst, Hilfe zu rufen, sind Deine Handlungsoptionen damit beendet, da Du danach das Bewusstsein höchstwahrscheinlich verlierst. Im besten Fall kannst den Hilferuf absetzen.

Nun ist es so, dass eine Apoxie (Sauerstoffunterversorgung) des Gehirns bereits nach 3 Minuten zu irreparablen Schäden führt. Wie lange braucht das Rettungsteam um Dir professionell zu helfen?

Wenn ich mir nun ein Verhalten für solch einen Fall antrainiert habe, das meine Panik reduziert und eine Möglichkeit bietet, den 10 Sekunden-Zeitraum etwas zu verlängern, bin ich ggf. eher in der Lage, Hilfe holen und bis zum Eintreffen der helfenden Menschen Sauerstoff durch meinen Körper zu pumpen.

Was kann ich tun?

Mögliche Selbsthilfe bei Herzinfarkt

Beginne sofort, stark und so oft wie möglich zu husten. Vor jedem Husten solltest Du tief einatmen! Huste tief und anhaltend, wie wenn Du versuchst, tief sitzenden Schleim hervor zu bringen. Das Einatmen und Husten wird alle 2 Sekunden wiederholt. Vermeide Anstrengung.

Während dieser Technik alarmierst Du die Helfer. Vergiss nicht das Husten. Bleib sehr konzentriert dabei, bis Hilfe eintrifft!

Effekt

Das tiefe Einatmen bringt Sauerstoff in die Lungen. Beim Husten entsteht eine Art innere Herz-Druck-Massage: Das Zwerchfell sorgt für einen Überdruck im Brustkorb, der nicht nur die Lunge, sondern auch das jetzt erschlaffte Herz zusammenpresst. Die Blutzirkulation wird so gefördert und Sauerstoff in die Körperzellen transportiert.

Der zweite Effekt ist, dass Du der Situation nicht zum Opfer fällst und durch Achtsamkeit und Konzentration handlungsfähig bleibst. Dieses Bewusstsein kann die Angst reduzieren und weiter Folgen verhindern.

Es muss umgehend Hilfe gerufen werden!

Eine ärztliche Untersuchung sollte natürlich vorgenommen werden. Außerdem sollte diese Herzattacke als deutlicher Warnschuss verstanden werden, seine Lebensweise zu überdenken und eine Veränderung der Gewohnheiten umgehend einzuleiten. Eine solch dramatische Situation sollte nun Anreiz genug sein, geliebte Gewohnheiten ablegen zu können. Finde zu Deiner ichNatur zurück. Eine konsequente Veränderung kann einen Herzanfall unter Umständen verhindern.

Kritische Betrachtung

Natürlich finden sich, vor allem bei jeder Methode, die kostenlos (-günstig) selbst übernommen werden kann, jede Menge Kritiker und schlaue Menschen, die Gründe aufführen, warum es nicht funktionieren kann. Es mag sein, dass es Dir nicht gelingt, das Bewusstsein zu erhalten. Das ist nicht auszuschließen. Allein extreme Angst oder der typische „vernichtende Schmerz“ eines Herzinfarkts kann zum Bewusstseinsverlust führen. Aber was hast Du zu verlieren? Geistige Klarheit und Selbstkontrolle können in fordernden Situationen die Ausbreitung von Panik reduzieren.

Selbstverantwortung

Es bleibt auch hier dabei: Dein Leben unterliegt Deiner Verantwortung. Du entscheidest, welchen Weg Du einschlägst. Der Buddha hat einmal gesagt: „Glaube niemandem, auch nicht mir. Finde es selbst heraus.“ Mach Dir Gedanken, entscheide selbst. Sprich mit verschiedenen Menschen. Ärzten, Betroffenen, Therapeuten etc. Mach Dir bewusst, dass sie alle sicherlich Dein bestes wollen, jedoch jeder seine eigene Sichtweise, die eigene Wahrheit hat. Eine einheitliche Wahrheit wirst Du nicht finden. Du musst Dir Dein eigenes Bild machen, selber nachdenken, kritisch bleiben, an einigen Stellen auch Vertrauen. Das ist sehr schwierig. Aus diesem Grund wird im Yoga Viveka, die Unterscheidungsfähigkeit, entwickelt.

Ohnehin ist es in einem Zustand in dem Du Dich befindest, wenn Du Dich mit dem Thema Herzinfarkt beschäftigst, sinvoll, Yoga zu lernen. Hier allerdings in der Hauptsache die tiefgehenden gesundheitlichen Aspekte wie beispielsweise Meditation, Entspannung, Ruhe, Achtsamkeit, ein gesundes Leben, Einfachheit, ein gesunder Umgang mit anderen Menschen. Such Dir eine Yogaschule, die integralen Yoga unterrichtet, Yoga in seiner Ganzheit.

Husten macht den Meister

Jede Technik ist nur so gut, wie sie trainiert wird. Probiere das oben beschriebene Husten jetzt einfach einmal aus. Spüre die enorme Kraft Deines Zwerchfells dabei. Wichtig ist, Dich damit nun weiter zu beschäftigen. Besonders dann, wenn es in einer Paniksituation abgerufen werden soll!

Den Anfall überlebt – Was dann?

Hast Du den Herzanfall überlebt und lebst weiter wie bisher, kannst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem weiteren ausgehen. Die Ursache für den Herzanfall bleibt vermutlich bestehen. Sollte Dein Interesse daran geweckt worden sein, verantwortungsbewusster mit Dir umzugehen, ergründest Du vielleicht, wieso es dazu gekommen ist. Für jeden Herzinfarkt gibt es Ursachen und fast jede Ursache kann behoben werden. Lass Dich nicht von Pseudoursachen aufhalten. Mediziner lernen in ihrem Studium keine konsequente Ursachenforschung. Sie beschäftigen sich leider, bis auf wenige Ausnahmen, mit der Beseitigung von Symptomen. Die Ursachen sind bestenfalls bereits im gesunden Zustand und nicht erst im Krankheitsfall zu suchen, da es dann womöglich zu spät ist. Lerne die Gesetze der Natur kennen und befolge sie. Dies ist die einfache Grundlage für Gesundheit.

Zum Abschluss eine Wiederholung: Glaub niemandem, auch mir nicht. Denk nach, mach Deine eigenen Erfahrungen. Darauf kommt es im Leben an. Das ist Selbstbestimmung.