Besser Sehen ohne Brille

Zauberei oder einfache Biologie?

Als ich 2012 zum ersten Mal von einer Methode erfuhr, auf natürliche Weise, ohne operativen Eingriff und ohne eine Sehhilfe, wieder klar sehen zu können, war ich natürlich verblüfft und skeptisch, aber auch interessiert. Also las ich mich ins Thema ein und bekam mehr und mehr das Gefühl, dass da etwas dran sein könnte.

Verstärkend wirkte ein persönlicher Erfahrungsbericht des bekannten Autors Aldous Huxley, der fast erblindet war, als er von den Forschungen und Erkenntnissen des amerikanischen Augenarztes Dr. Williams Bates (1860 – 1931) und seiner Schüler erfuhr und damit seine Sehkraft zu einem großen Teil wieder herstellte. Er schrieb darüber das Buch „Die Kunst des Sehens“.

Medizinische Ansichten prallen aufeinander

Bis dato lagen mir aus der Medizin und Fachkreisen (Augenärzte, Optiker) einheitliche Informationen vor: Der Verlust der Sehkraft sei eine degenerative Schwäche, eine Erkrankung, die nicht reversibel sei. Es seien operative Eingriffe (z.B. Lasik) möglich oder es müsse eine Sehhilfe benutzt werden.

Dr. Bates hatte eine andere Sicht auf die Ursachen von Fehlsichtigkeiten gewonnen. Er fand heraus, dass sich die Augenmuskeln durch Stress und Anspannung verkrampfen und in der Folge den Augapfel und die Hornhaut verformen. Das Licht trifft nun nicht mehr in der Sehgrube, dem einzigen Ort klaren Sehens, auf. Dies führt zu verschwommenem Sehen. Er führte Versuchsreihen an Tieren und Menschen durch. Diese bestätigten seine Sichtweise. Auch die Veränderungen, die er bei Patienten und in Schulen bewirkte, sprachen für sich.

Der Sehvorgang

Der Sehvorgang geht über die rein optisch-physikalische Betrachtung hinaus. Nicht nur die beschriebenen Vorgänge am Auge spielen eine Rolle, sondern auch das Gehirn und unser Bewusstsein. Das Bewusstsein spielt sogar die bedeutenste Rolle, da hier die Lichtreize interpretiert werden.

Das Sehen ohne Brille

Wenn eine Fehlsichtigkeit eintritt, nicht selten im Schulalter, stellt in aller Regel niemand die Frage nach der Ursache und ob es sich vielleicht um eine Veränderung handeln könnte, die sich selber reguliert. Die Fehlsichtigkeit wird durch eine Korrektur (meist in Form einer Brille) ausgeglichen, doch ab diesem Zeitpunkt müssen die Augen in der Verspannung verharren, um klar sehen zu können. Sollte wieder vollständige Entspannung eintreten, käme es nun mit Brille zu einer Fehlsichtigkeit. Das vermeidet der Körper, indem die Anspannung bestehen bleibt. Aber ist denn dann Sehen ohne Brille wieder möglich?

Dr. Bates und seine Nachfolger fanden heraus, dass wir wieder klares Sehen entwickeln können, wenn wir uns entspannen, leicht und tief atmen, alle 2-3 Sekunden blinzeln und das Objekt, das wir sehen wollen, skizzieren. Dies sind keine besonderen Übungen, sondern nur das natürliche Verhalten eines Menschen, der im Besitz seiner vollen Sehfähigkeit ist. Du kannst das selber beobachten. Durch das natürliche Sehverhalten verbessern sich auch andere Augenleiden.

Genau wie bei der Barfußlauftechnik, geht es hierbei darum, sich wieder an das natürliche Verhalten zu erinnern und es im Unterbewusstsein zu verankern. Krankhafte Gewohnheiten, wie das Starren, gewöhnen wir uns ab.

Nun gibt es verschiedene Methoden, die uns unserem Ziel näher bringen. Da wären das Palmieren, das Sonnen der geschlossenen Augen, Atemübungen, Achtsamkeit, Akupressur und Anderes.

Meine persönliche Erfahrung

Mein Interesse war, wie bereits beschrieben, geweckt und ich nahm mir vor, der Sache eine Chance zu geben und sie in der Praxis auszuprobieren. Da ich mich zur damaligen Zeit mit sehr vielen Themen und Veränderungen beschäftigte, wollte ich diesem Thema jedoch nur eine beiläufige Aufmerksamkeit schenken. Ich nahm mir vor, 2-3 Übungen, die ich in meinen Tagesablauf leicht integrieren konnte, auszuprobieren. Dass es beim Weg zur Zurückerlangung der Sehfähigkeit um mehr, als nur diese Übungen geht, war mir anfangs noch nicht klar.

Ich notierte meine aktuelle Sehstärke, begann mit den Übungen und Sonnenbädern, während meiner unbebrillten Seh-Spaziergänge, und dokumentierte in großen Abständen die sich verändernde Sehstärke. Trotz der erstaunlichen Ergebnisse, habe ich das Thema dennoch nicht intensiv betrieben. Sehen ohne Brille bedarf konsequenteres Üben.

Messungen meiner Sehstärke

MesspunktSphäre rechtsCylinder rechtsSumme rechtsSphäre linksCylinder linksSumme links
Juni 2012-2.00-1.75-3.75-2.25-1.75-4.00
Mai 2013-1.75-1.25-3.00-2.00-1.75-3.75
Juli 2013-1.50-1.00-2.50-1.75-1.50-3.25
August 2015-1.25-0.75-2.00-1.50-1.25-2.75
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