Zauberei oder einfache Biologie?

Als ich 2012 zum ersten Mal von einer Methode erfuhr, auf natürliche Weise, ohne operativen Eingriff und ohne eine Sehhilfe, wieder klar sehen zu können, war ich natürlich verblüfft und skeptisch, aber auch interessiert. Also las ich mich ins Thema ein und bekam mehr und mehr das Gefühl, dass da etwas dran sein könnte.

Verstärkend wirkte ein persönlicher Erfahrungsbericht des bekannten Autors Aldous Huxley, der fast erblindet war, als er von den Forschungen und Erkenntnissen des amerikanischen Augenarztes Dr. Williams Bates (1860 – 1931) und seiner Schüler erfuhr und damit seine Sehkraft zu einem großen Teil wieder herstellte. Er schrieb darüber das Buch „Die Kunst des Sehens“.

Medizinische Ansichten prallen aufeinander

Bis dato lagen mir aus der Medizin und Fachkreisen (Augenärzte, Optiker) einheitliche Informationen vor: Der Verlust der Sehkraft sei eine degenerative Schwäche, eine Erkrankung, die nicht reversibel sei. Es seien operative Eingriffe (z.B. Lasik) möglich oder es müsse eine Sehhilfe benutzt werden.

Dr. Bates hatte eine andere Sicht auf die Ursachen von Fehlsichtigkeiten gewonnen. Er fand heraus, dass sich die Augenmuskeln durch Stress und Anspannung verkrampfen und in der Folge den Augapfel und die Hornhaut verformen. Das Licht trifft nun nicht mehr in der Sehgrube, dem einzigen Ort klaren Sehens, auf. Dies führt zu verschwommenem Sehen. Er führte Versuchsreihen an Tieren und Menschen durch. Diese bestätigten seine Sichtweise. Auch die Veränderungen, die er bei Patienten und in Schulen bewirkte, sprachen für sich.

Der Sehvorgang

Der Sehvorgang geht über die rein optisch-physikalische Betrachtung hinaus. Nicht nur die beschriebenen Vorgänge am Auge spielen eine Rolle, sondern auch das Gehirn und unser Bewusstsein. Das Bewusstsein spielt sogar die bedeutenste Rolle, da hier die Lichtreize interpretiert werden.

Das Sehen ohne Brille

Wenn eine Fehlsichtigkeit eintritt, nicht selten im Schulalter, stellt in aller Regel niemand die Frage nach der Ursache und ob es sich vielleicht um eine Veränderung handeln könnte, die sich selber reguliert. Die Fehlsichtigkeit wird durch eine Korrektur (meist in Form einer Brille) ausgeglichen, doch ab diesem Zeitpunkt müssen die Augen in der Verspannung verharren, um klar sehen zu können. Sollte wieder vollständige Entspannung eintreten, käme es nun mit Brille zu einer Fehlsichtigkeit. Das vermeidet der Körper, indem die Anspannung bestehen bleibt. Aber ist denn dann Sehen ohne Brille wieder möglich?

Dr. Bates und seine Nachfolger fanden heraus, dass wir wieder klares Sehen entwickeln können, wenn wir uns entspannen, leicht und tief atmen, alle 2-3 Sekunden blinzeln und das Objekt, das wir sehen wollen, skizzieren. Dies sind keine besonderen Übungen, sondern nur das natürliche Verhalten eines Menschen, der im Besitz seiner vollen Sehfähigkeit ist. Du kannst das selber beobachten. Durch das natürliche Sehverhalten verbessern sich auch andere Augenleiden.

Genau wie bei der Barfußlauftechnik, geht es hierbei darum, sich wieder an das natürliche Verhalten zu erinnern und es im Unterbewusstsein zu verankern. Krankhafte Gewohnheiten, wie das Starren, gewöhnen wir uns ab.

Nun gibt es verschiedene Methoden, die uns unserem Ziel näher bringen. Da wären das Palmieren, das Sonnen der geschlossenen Augen, Atemübungen, Achtsamkeit, Akupressur und Anderes.

Meine persönliche Erfahrung

Mein Interesse war, wie bereits beschrieben, geweckt und ich nahm mir vor, der Sache eine Chance zu geben und sie in der Praxis auszuprobieren. Da ich mich zur damaligen Zeit mit sehr vielen Themen und Veränderungen beschäftigte, wollte ich diesem Thema jedoch nur eine beiläufige Aufmerksamkeit schenken. Ich nahm mir vor, 2-3 Übungen, die ich in meinen Tagesablauf leicht integrieren konnte, auszuprobieren. Dass es beim Weg zur Zurückerlangung der Sehfähigkeit um mehr, als nur diese Übungen geht, war mir anfangs noch nicht klar.

Ich notierte meine aktuelle Sehstärke, begann mit den Übungen und Sonnenbädern, während meiner unbebrillten Seh-Spaziergänge, und dokumentierte in großen Abständen die sich verändernde Sehstärke. Trotz der erstaunlichen Ergebnisse, habe ich das Thema dennoch nicht intensiv betrieben. Sehen ohne Brille bedarf konsequenteres Üben.

Messungen meiner Sehstärke

MesspunktSphäre rechtsCylinder rechtsSumme rechtsSphäre linksCylinder linksSumme links
Juni 2012-2.00-1.75-3.75-2.25-1.75-4.00
Mai 2013-1.75-1.25-3.00-2.00-1.75-3.75
Juli 2013-1.50-1.00-2.50-1.75-1.50-3.25
August 2015-1.25-0.75-2.00-1.50-1.25-2.75

Der Angst spielerisch begegnen

In Situationen der Angst, welcher Art und Intensität auch immer, fühlen wir uns bedrückt, wie gelähmt, wie von einem übergroßen, furchterregenden Drachen bewohnt. Er scheint unser Herz oder gar unsere gesamten inneren Organe in seinen riesigen Klauen zu halten und droht damit, sie zu zerquetschen. Der Angst begegnen wie Michael dem Drachen

Die Angst wahrnehmen

Wie begegnen wir dieser Angst? Lassen wir die biologischen Reaktionen, die ablaufen, wie es die Gesetzmäßigkeiten von ihnen verlangen, einmal außen vor. Wie gehen wir mit unseren Ängsten um? Was tun wir und was können wir tun, um ihnen mit Stärke gegenüber zu treten?

Der Angst begegnen

Mut und Liebe, vor allem die Selbstliebe, sind Instrumente, die in uns vorhanden sind, um der Angst Einhalt zu gebieten. Selbstliebe erweckt in uns den Antrieb, nicht mehr in Starre zu verfallen, selbstzerstörerische Gedanken zu hegen und das Ereignis mit uns spielen zu lassen. Dieser Antrieb weckt Mut in uns, den Ritter, der uns gegen unseren Drachen aufbegehren lässt. Mut hilft uns, der Angst in die Augen zu schauen.

Mythologischer Hintergrund

Pünktlich zum Wechsel der Jahreszeit in den Herbst, wird in der christlichen Welt Michaeli, das Michaelsfest, gefeiert. Den Erzählungen nach erschlug der Erzengel Michael den Drachen auf dem Höhepunkt einer dramatischen Auseinandersetzung. Die Überwindung des Drachen durch den Menschen findet auf zwei Ebenen statt: äußerlich-leiblich als Auseinandersetzung mit den Erlebnissen der Vergangenheit und der Projektion auf eine mögliche Zukunft und innerlich-seelisch durch den Zwiespalt mit den moralischen Zukunftszielen.

Egal, ob es Michael in der christlichen, Indra in der indischen, Apollo in der griechischen, Mithras in der persischen oder Siegfried in der nordischen Tradition war. Der Drache, für das Dämonische in uns, wurde in vielen Gemeinschaften als Bild gewählt und schließlich bezwungen.

Angst und Mutspiele

In den Waldorfschulen wird traditionell zu Michaeli mit Mutspielen dem Erzengel Michael spielerisch nachgeahmt. Kinder der unteren Klassen werden vor Herausforderungen gestellt, die es zu bewältigen gilt. Es wird hoch geklettert, balanciert, tief gesprungen. Die Kinder stellen sich der Ungewissheit der Dunkelheit und springen übers Feuer.

In einigen Schulen wird gemeinsam gegen einen vorher konstruierten Drachen gekämpft, bis er zu Asche verbrennt.

Die Kinder lernen dabei, ihren eigenen Ängsten und Befürchtungen zu begegnen und spüren was es bedeutet, sie in ihre Schranken zu weisen. Kinder entwickeln so Mut und Selbstbewusstsein.

Wenn ich stark bin, wenn ich stark bin, so stark wie ein Stier,
dann erschlag ich im Walde das Drachengetier.


Marianne Garff (1903-1995) Dichterin, Waldorflehrerin
aus: Wenn ich groß bin

Mut entwickeln

Was können wir von dieser Tradition lernen? Mut und Selbstliebe sind zwar in uns vorhanden, sie wollen aber beachtet und genährt werden. Auch als Erwachsener können wir spielerisch unseren Mut, sowie Lebensfreude entwickeln. Wir können uns, wenn wir die Möglichkeiten haben, von Kindern anstecken lassen oder uns eigenen spielerischen oder auch ernsthaften Herausforderungen stellen.

Um den Mut erstmal zu nähren und wachsen zu lassen, hilft es, sich nicht sofort und allein den großen Dämonen in sich zuzuwenden. Sinnvoller ist es, schrittweise das Bewusstsein zu entwickeln, dass Du durchaus in der Lage dazu bist, im Kampf gegen Dein Ego zu bestehen. Das bringt den nötigen Mut, es mit den großen Drachen aufzunehmen. Unterstützung auf diesem Weg anzunehmen, ist ein Zeichen des Mutes und der Erkenntnis, dass wir nicht alles selber lösen müssen. Diese Lektion dürfen wir alle wieder lernen. Niemand muss da alleine durch. Wir sind ein großes „Rudel“, das sich gegenseitig unterstützt.

Lebe dein Leben auf alle möglichen Arten – gut-schlecht, bitter-süß, dunkel-hell, Sommer-Winter. Lebe alle Dualitäten. Habe keine Angst Erfahrungen zu machen, denn umso mehr Erfahrung du hast, umso reifer wirst du werden.


Osho – „Rajneesh“ Chandra Mohan Jain (1931 – 1990) spiritueller Lehrer

Natürliche Gesundheit steht auf 3 Säulen

Wie gesund ein Mensch ist, hängt maßgeblich davon ab, wie er sich im Rahmen der Naturgesetze verhält. Die Grundlagen für eine natürliche, stabile, optimale Gesundheit bilden drei Hauptsäulen:

1. Bewegung

Leben ist Bewegung. Die Natur ist in Bewegung. Wie sieht es mit dem Menschen aus? Die fortschreitende technische Entwicklung erleichtert uns den Alltag so sehr, dass wir uns immer weniger bewegen. Unser Körper und unser Gemüt sind jedoch angewiesen auf Bewegung. Der menschliche Körper möchte nicht nur bewegt werden, er ist so gebaut, dass er gefordert werden muss. Wird er ungenügend oder unnatürlich benutzt, kann er nicht genügend mit Nährstoffen versorgt werden, wird schlaff und verliert seine Leistungsfähigkeit. Es entstehen Schäden, die leicht hätten verhindert werden können.

Bewegung ist das A und O

Ein gesunder Körper hat durch natürliche Bewegung ein genügendes Maß an:

Kraft

Ein gesundes Maß an Kraft ist unerlässlich. Es ist nicht nötig, dafür schwere Gewichte zu bewegen. Naturgemäß sollte die Körperkraft im guten Verhältnis zum Körpergewicht stehen. Aus diesem Grund leiten wir Dich an, Deine Körperkraft mit wenigen Hilfsmitteln, besser nur mit dem eigenen Körpergewicht, zu trainieren. Wer mehr will, sollte sich von einem Fitnesstrainer professionell anleiten lassen.

Ausdauer

Wir brauchen Ausdauer in allem, was wir tun. Körperlich erreichen wir sie durch Ausdauersport. Die natürliche Ausdauer bauen wir durch unsere Fortbewegung auf. Der Mensch ist von der Natur als perfekter Läufer ausgestattet worden. Beim Laufen erhalten wir die Grundfitness für alle anderen Tätigkeiten.

Beweglichkeit

Der Beweglichkeit wird meist nur geringe Aufmerksamkeit gegeben, dabei ist sie es, die es uns erst erlaubt, unsere Bewegungsabläufe naturgemäß und mit optimaler Effizienz auszuführen. Fehlende Beweglichkeit führt zu  Fehlhaltungen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Beweglichkeit und Spannkraft der Gelenke, Bänder, Sehnen, Muskeln und Faszien können Verletzungen und Schmerzen verhindern und halten unseren Körper geschmeidig bis ins hohe Alter.

Unsere Angebote

Wir leiten Dich an, Deinen Körper natürlich zu nutzen und kräftig, ausdauernd und beweglich zu werden und zu bleiben. Schau nach unseren Angeboten in Form von Workshops, Kursen, Coachings und Beratungen.

2. Ernährung

Nahrung ist Treibstoff für unseren Motor. Ist sie natürlich, rein und reich an Vitalstoffen, fühlen wir uns wohl und sind leistungsfähig. Verunreinigungen und die falsche Auswahl bringen unsere Gesundheit aus dem Gleichgewicht. Es treten Störungen auf. Der menschliche Körper muss genährt werden, soviel steht fest. Bei der Frage nach dem „Wie“ scheiden sich jedoch bereits die Geister, dabei ist sie an sich nicht schwer zu beantworten. Es wird nur deshalb problematisch, weil in unserer Gesellschaft die Nahrungsaufnahme einen besonders hohen Stellenwert bekommen hat. Viele Menschen definieren sich über ihre Nahrung. Der Wunsch nach vollwertigen, natürlichen und optimal nährenden Lebensmitteln wurde jedoch dem Event des Speisens weitgehend untergeordnet. Dieses Phänomen ist bereits so sehr in unserem Leben und über so viele Generationen selbstverständlich gewachsen, dass das Wissen um eine artgerechte, natürliche Ernährung fast schon zu einer Art Geheimwissen geworden ist. Dem setzen wir etwas entgegen.

Das Wissen um eine artgerechte Ernährung

Lass uns der Frage nach dem „Wie“ einmal die Frage nach dem „Warum“ voraus stellen, denn hieraus lassen sich bereits einfache Schlussfolgerungen ziehen. Warum muss sich der Mensch ernähren? Er benötigt die Stoffe, die sich in vollwertigen Lebensmitteln befinden, um zu überleben, sich gesund und leistungsfähig zu erhalten. Die Frage, in welcher Form er sie zu sich nehmen muss, setzt bereits Wissen um die Stoffwechsel- und chemisch-physikalischen Abläufe im Körper voraus.

Der Mensch als Wesen der Natur

Wenn wir den Menschen eingebettet in die Natur betrachten, sehen wir die Zusammenhänge etwas klarer. Wer ernährt den Menschen? Der Mensch oder die Natur? Der Mensch hat in seinem Wissensdurst und seinem Drang nach Vereinfachung und Lustgewinn die Veränderung seiner Nahrung bis zur Perversion getrieben. Der Weg hin zur Natürlichkeit steht jedoch jedem Menschen jederzeit offen.

Unterstützung

Zur Unterstützung bieten wir Wissen über die artgerechte Ernährung des menschlichen Körpers in einer nachvollziehbaren Form, damit bestehende Ideologien und Fehlleitungen ihren Wert und ihre Macht verlieren mögen. Eine freie Einschätzung und Beurteilung der aktuellen Ernährungssituation ist nur mit Wissen möglich. Erst dann sind wir in der Lage, eine selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Entscheidung zu treffen. Es fehlt uns zwar nicht an Möglichkeiten, Wissen zu erhalten. Wissen ohne dahinterstehende wirtschaftliche und ideologische Zwänge zu erlangen, das ist heute die Herausforderung. Bei uns wird das Wissen nicht bloß als theoretisches Konzept vermittelt, es ist untermauert mit jahrelanger persönlicher Erfahrung. Schau nach unseren Angeboten in Form von Seminaren, Kursen, Coachings und Beratungen.

3. Psyche & Geist

Der Mensch ist ein höchst empfindsames Wesen. Stress, Zeitnot, Druck in jeder Form und unangenehme Situationen sorgen für ein Ungleichgewicht. Dies wirkt sich auch körperlich aus. Wenn wir lernen, die Natur unserer Psyche und unseres Geistes zu verstehen, achtsam durchs Leben gehen, können wir gelassener werden und die Anforderungen des Lebens mit größerer Leichtigkeit bewältigen. Dann entsteht auch Raum für die Antworten auf Sinnfragen. Für keinen Bereich unseres Seins ist es so entscheidend, die Natur zu verstehen, wie bei der Psyche und dem Geist. Durch die unnatürlichen Veränderungen in unserem Leben, nehmen wir uns die dringend benötigte körperliche Belastung ab, belasten uns auf der anderen Seite jedoch zunehmend mental. Dies liegt an vielen Verrücktheiten, die die Natur ansich so nicht vorgesehen hat.

Psyche & Geist verstehen lernen

Für das Verstehen ist die Klärung der Definitionen und Begriffe sinnvoll. Was ist Psyche, was der Geist und was der Verstand? Was ist das Ego? Was ist das ICH, der Beobachter? Wie entstehen Gedanken, wie Gefühle? Können wir lernen sie zu beeinflussen? Wie gehen wir mit ihnen sinnvoll um? Diese Fragen und mehr bilden die Grundlage des Verstehens. Wem das zu weit geht, kann auch den Weg des Fühlens gehen. Auch hier erwarten Dich die Antworten. Lerne Deine ichNatur besser kennen und beginne, Deine psychische Widerstandsfähigkeit (Resilenz) auszubauen.

Dein persönliches Thema

Hast Du ein konkretes Anliegen? Möchtest Du Gelassenheit gegenüber dem Geschehen außerhalb und in Dir entwickeln? Fühlst Du Dich von Deinen Gefühlen in Deinem Alltag oder Berufsleben eingeschränkt? Willst Du lernen, mit Deinen Gefühlen oder Problemstellungen natürlich und damit gelassener umzugehen?

Unterstützung

Wir bieten Dir unsere Unterstützung in unterschiedlicher Form an. Dabei ist das konkrete Thema lediglich die Eingangstür. Wir unterstützen Dich dabei, Dir einen Einblick in die Natur Deines Geistes zu ermöglichen, sodass Du Dich besser verstehen kannst. Darüber hinaus bieten wir Dir Techniken an, mit denen Du in schwierigen Situationen leichter Deine Handlungsfähigkeit erhältst und eine bessere Grundlage gegen krankhafte Veränderungen hast. Alles Weitere übernimmt die Natur, die durch Dein Üben wieder die Oberhand gewinnt. Schau nach unseren Angeboten in Form von Workshops, Kursen, Coachings & Beratungen.

Selbsthilfe bei Herzinfarkt – Innere Druckmassage

Verantwortung übernehmen heißt, für sich zu sorgen. Sei es auch in dramatischen Situationen. Lassen wir für einen Moment die Eigenverantwortung, dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst zu einem Herzanfall kommen kann, beiseite. Das Dumme bei einem Herzanfall ist, dass er eher selten in einer Stresssituation, sondern vielmehr in der folgenden Entspannung entsteht. Das ist nämlich oftmals genau der Zeitpunkt, in dem Du allein bist und das Wissen des regelmäßig aufgefrischten Erste Hilfe Kurses Dir somit nichts bringt, da kein weiterer Ersthelfer anwesend ist.

Was kannst Du also tun, wenn Du folgendes bemerkst:

Szenario

Du bist zu Hause, allein. Müde, frustriert, gestresst und aufgeregt von den Begebenheiten des Tages. Plötzlich merkst Du einen stechenden Schmerz in der Brust, der auch in die Arme, zum Kinn und (meist bei Frauen) sich auch in den Oberbauch ausbreiten kann. Angst, Panik erfüllt Dich. Das Krankenhaus ist zwar nicht weit entfernt, Du glaubst aber nicht, es dahin schaffen zu können.

Situationsanalyse

Wenn wir in diesem Szenario davon ausgehen, dass es sich um einen Herzinfarkt handelt, hast Du in der Regel rund 10 Sekunden Zeit, ehe Du das Bewusstsein verlierst, da Dein Gehirn Dir unter Sauerstoffmangel diese Fähigkeit sehr schnell entzieht.

Natürlich ist es sinnvoll, Hilfe zu rufen. Sehen wir uns jedoch kurz die Situation und die sinnvollen Handlungsoptionen an: Es sind 10 Sekunden Zeit bis zur Bewusstlosigkeit. Du bist konfrontiert mit enormem Schmerz und Angst bzw. Panik um Dein Leben. Welche Hilfe kannst Du in der verbleibenden Zeit rufen? Telefon – 112? Adresse, Symptome usw. nennen? Nachbarn um Hilfe bitten? Falls Du es schaffst, Hilfe zu rufen, gibst Du damit die komplette Verantwortung ab, da Du danach das Bewusstsein höchstwahrscheinlich verlierst.

Eine Apoxie (Sauerstoffunterversorgung) des Gehirns führt bereits nach 3 Minuten zu irreparablen Schäden. Wie lange braucht das Rettungsteam um Dir professionell zu helfen?

Wenn ich mir nun ein Verhalten für solch einen Fall antrainiert habe, das meine Panik reduziert und eine Möglichkeit bietet, den 10 Sekunden-Zeitraum etwas zu verlängern, bin ich ggf. eher in der Lage, Hilfe holen.

Was kann ich tun?

Mögliche Selbsthilfe bei Herzinfarkt

Beginne sofort, stark und so oft wie möglich zu husten. Vor jedem Husten solltest Du tief einatmen! Huste tief und anhaltend, wie wenn Du versuchst, tief sitzenden Schleim hervor zu bringen. Das Einatmen und Husten wird alle 2 Sekunden wiederholt, bis entweder Hilfe eintrifft oder das Herz wieder normal schlägt!

Effekt

Das tiefe Einatmen bringt Sauerstoff in die Lungen. Beim Husten entsteht eine Art innere Herz-Druck-Massage: Das Zwerchfell sorgt für einen Überdruck im Brustkorb, der nicht nur die Lunge, sondern auch das jetzt erschlaffte Herz zusammenpresst. Die Blutzirkulation wird so gefördert und Sauerstoff in die Körperzellen transportiert.

Der zweite Effekt ist, dass ich der Situation nicht zum Opfer falle und durch meine Achtsamkeit und meine Konzentration im Jetzt bleibe. Dieses Bewusstsein kann die Angst reduzieren und die Handlungsfähigkeit erhalten.

Jetzt muss umgehend Hilfe gerufen werden!

Eine ärztliche Untersuchung sollte ebenfalls vorgenommen werden. Außerdem sollte diese Herzattacke als deutlicher Warnschuss verstanden werden, seine Lebensweise zu überdenken und zu seiner ichNatur zurückzukehren. Präventiv kann eine Veränderung einen erneuten Anfall unter Umständen vorbeugen.

Kritische Betrachtung

Natürlich finden sich, wie bei jeder Methode, die kostenlos (-günstig) selbst übernommen werden kann, jede Menge Kritiker und schlaue Menschen, die Gründe aufführen, warum es nicht funktionieren kann. Geistige Klarheit und Selbstkontrolle können jedoch in fordernden Situationen die Ausbreitung von Panik reduzieren.

Es bleibt auch hier bei unserem Leitsatz: Dein Leben unterliegt Deiner Verantwortung. Du entscheidest, welchen Weg Du einschlägst. Probiere es, wie Buddha es empfohlen hat: „Glaube niemandem, auch nicht mir. Finde es selbst heraus.“ Ok. Vielleicht nicht ausgerechnet mit einem Herzanfall. ;-)

Husten macht den Meister

Probiere das oben beschriebene Husten jetzt einfach einmal aus. Spüre die enorme Kraft Deines Zwerchfells dabei. Wichtig ist, Dich damit nun weiter zu beschäftigen. Jede Technik ist nur so gut, wie sie trainiert wird. Besonders dann, wenn sie in einer Paniksituation abgerufen werden soll!

Den Anfall überlebt – Was dann?

Hast Du den Herzanfall überlebt und lebst weiter wie bisher, ändert sich an den Folgen Deines Tuns nichts. Die Ursache für den Herzanfall bleibt vermutlich bestehen. Sollte Dein Interesse daran geweckt worden sein, die Verantwortung für Dich zu übernehmen, lernst Du vielleicht, wieso es dazu gekommen ist. Für jeden Herzinfarkt gibt es Ursachen und fast jede Ursache kann behoben werden. Die Ursachen sind bestenfalls bereits im gesunden Zustand und nicht erst im Krankheitsfall zu suchen, da es dann womöglich zu spät ist. Lerne die Gesetze der Natur kennen und befolge sie. Dies ist die einfache Grundlage für Gesundheit.